Tag 4 – Dein Hassbuch

Oh weh, jetzt ist fast ein Monat rum seit dem letzten Buchstöckchenbeitrag, wenn ich so weitermache, brauche ich 3 Jahre, um fertig zu werden. Aber frau desideria macht ja auch noch in unregelmäßigen Abständen weiter, und ich gehöre zu der Sorte Mensch, die alles zu Ende bringt, was sie einmal angefangen haben (was nicht immer eine Tugend ist).
Anyway, wie alle meine Vorgänger(innen) tue ich mich auch etwas schwer mit einem so starken Gefühl wie Hass bei Büchern. Klar kann man „Mein Kampf“ hassen, oder (auch ungelesen) dieses Machwerk von Thilo dem Sarazenen. Aber denen würde ich hier keine halbe Zeile widmen. Mir fällt auch nicht wirklich ein belletristisches Buch ein, dessen Inhalt ich hassen würde, denn dann hätte ich es mir gar nicht erst gekauft oder schenken lassen. Bei wissenschaftlichen Publikationen sieht das natürlich schon ganz anders aus, das könnte ich ganze Hass-Hitlisten aufstellen, aber die würden hier wiederum niemanden interessieren.
Es gibt allerdings ein Buch, das hasse ich zwar nicht, es gehört aber eindeutig in die Kategorie „KANN UND WILL ICH NICHT MEHR SEHEN“.

Frank McCourt: Angela’s Ashes (bzw. Die Asche meiner Mutter)

Es ist mir in den Jahren nach seiner Erscheinung gefühlte 27 Mal zum Geburtstag und anderen Anlässen geschenkt worden. Immer mit dem Totschlagargument „Du interessierst dich doch für Irland!“. JA, aber ich interessiere mich für IRLAND, nicht für irische EMIGRANTEN! Die Story von Frank McCourt, Gott hab ihn selig, hat für mich mit meinem Irland und der gälischen Sprache ungefähr so viel zu tun wie dieses ganze Kusturica-Zeugs (Blechbläser, Federvieh) mit dem Balkan. Was eine andere Geschichte ist und ein andermal erzählt werden soll.

Ich muss hier auch mal eine von mir gemachte Aussage relativieren: Ich habe immer behauptet, ich hätte jedes von Harry Rowohlt übersetzte Buch selbst angeschafft, gelesen und für toll befunden. Dieses habe ich definitiv nur auf Englisch gelesen, da ich jedes der ca. 27 mir geschenkten Exemplare sofort weiterverschenkt habe. Sogar die mit Widmung. Da kenne ich keine Gnade.

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