WiedervereiDigung

Heute wurde ich nun also zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren beeidigt. So richtig verstanden hat das wohl niemand, begründet wurde es mit einer Gesetzesänderung, jeder der über 1000 eingetragenen Berliner Dolmetscher hat zwischen 80 und 120 EUR bezahlt, so sind also mal eben 100.000 Eier in die Landeskasse geflossen.

Immerhin macht jetzt auch Berlin einen Unterschied zwischen Dolmetschern (beeidigt) und Übersetzern (ermächtigt). Ich will selbstverständlich beides sein. Was wiederum dazu führt, dass ich einen neuen Stempel beantragen muss (weitere Kosten).

Das Kurioseste ist jedoch nach wie vor die Berliner Gottesformel, die scheinbar noch aus preußischen Zeiten stammt und sich eher wie eine Aufzählung von Allahs Attributen anhört : „Ich schwöre bei Gott, dem Allmächtigen und Allwissenden“. Ich halte es da eher mit der Bergpredigt „Eure Rede sei: Ja ja, nein, nein; was darüber ist, ist vom Übel“ (Mt 5:37). Meiner Meinung nach ist eine Gottesformel in diesem Zusammenhang lediglich das wohlbekannte „so wahr mir Gott helfe“.

Wie dem auch sei, nun bin ich also nicht nur beeidigt, sondern auch ermächtigt (samt Beistand des Allmächtigen). Mächtig, oder?

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2 Antworten zu WiedervereiDigung

  1. Möge die Macht stets mit dir sein, Kollegin! 🙂

  2. veselinovic schreibt:

    Und mit deinem Geiste, Eidgenossin! 😉

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